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Transsexuelle Sucht
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Beschreibung

Transgeschlechtliche Menschen gehören einer gesellschaftlichen Minderheit an, also einer Gruppe mit einer erhöhten Anfälligkeit für eine mögliche Suchtentwicklung und problematische Substanzkonsummuster. Sie sind von Risikofaktoren und suchtfördernden Umständen betroffen. Die Gründe für ihre gesellschaftliche Benachteiligung liegen in sozio-ökonomischen, kulturellen und psychosozialen Faktoren.

Die für die Bewältigung der vielfältigen Belastungen unzureichenden Ressourcen werden in ihrer Gesamtheit Minderheitenstress genannt vgl. Besondere Stresserfahrungen von transgeschlechtlichen Menschen sind familiäre Ablehnung, Diskriminierungserfahrungen und mangelnder Zugang zu einer geschlechtsbejahenden Gesundheitsversorgung. Die kumulative Wirkung von Minderheitenstress ist mit einer erhöhten Komorbidität verbunden. Zu diesen Komorbiditäten gehören schwerwiegende psychische Erkrankungen und Suchtmittelabhängigkeit.

Transgeschlechtliche Menschen sind neben dem Risiko für eine Suchterkrankung mit weiteren erheblichen gesundheitlichen Risiken wie HIV und sexualisierter Gewalt belastet vgl. James et al. Das Risiko, sich mit HIV zu infizieren, ist für trans Personen deutlich erhöht Clark et al.

Darüber hinaus ist das Erleben mehrerer Minderheitsstressoren mit einer dramatisch höheren Prävalenz von Suiziden und Suizidversuchen und einer erhöhten Prävalenz von nicht-suizidalem selbstverletzendem Verhalten NSSV verbunden.

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Trans Menschen profitieren von herkömmlichen Angeboten der Suchthilfe zu wenig und werden ungenügend erreicht. Sie erleben häufig Stigmatisierung und Diskriminierung aufgrund von mangelnder Fachkenntnis European Union Agency transsexuelle Fundamental Rights Damit soll das umfassende Konzept von Gesundheitsförderung der WHO berücksichtigt werden.

Eine zentrale Rolle sucht dabei der Setting-Ansatz, der neben der Stärkung der individuellen Ressourcen auch auf die aktive Gestaltung gesundheitsfördernder Lebenswelten abzielt Kooperationsverbund Gesundheitliche Chancengleichheit Für die eingeschränkte Erreichbarkeit sind beeinträchtigende Faktoren auf Seiten der Suchthilfe, sozial-strukturelle Hindernisse sowie Unzulänglichkeiten der jeweiligen Settings verantwortlich. Geschlechtsdiverse Menschen werden im Hilfesystem regelhaft mit starren Vorstellungen von Geschlecht konfrontiert, die sich an binären Biologismen orientieren Renner et al.

Trans und sucht

Diese werden von den Genitalien abgeleitet, die gleichsam eine eindeutige geschlechtliche Identifizierung erzeugen sollen, entweder weiblich oder männlich. Menschen werden damit von der Geburt an identifiziert und lebenslang unterscheidbar angesprochen.

Diese binäre Klassifizierung als Mann oder Frau erscheint als natürlich und nicht diskutierbar. Zu den erschwerenden sozial-strukturellen Hindernissen gehört ein geringerer sozioökonomischer Status, der einhergeht mit Schwierigkeiten am Arbeitsplatz wie Mobbing oder Aufstiegshindernisse oder gleich ganz dem Verlust des Arbeitsplatzes. Dazu kommen Fehlzeiten aufgrund von Behandlungsterminen und wiederholte Krankenhausaufenthalte mit zum Teil längeren Erholungsphasen z. Die Versorgungssituation ist beschränkt auf wenige Anlaufstellen in Ballungsräumen.

Suchthilfe

Für diese wenigen Plätze bestehen in der Regel lange Wartezeiten. In der Fläche gibt es selten therapeutische oder endokrinologische Hilfsangebote.

Dabei ist die Situation für die unter Jährigen noch schlechter. Für die Arbeit mit Transsexuellen sind die S3-Leitlinie zur Diagnostik, Beratung und Behandlung von Geschlechtsinkongruenz, Geschlechtsdysphorie und Trans-Gesundheit AWMF und darüber hinaus die Richtlinie des Medizinischen Diensts des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e. MDS Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen bindend. Das Angebot von 4Be ist deshalb in der Ansprache der Menschen und der Umsetzung zeit- und ressourcenintensiver als andere Angebote. Der Fokus darf ja nicht nur auf konkrete, bereits vorhandene riskante Konsummuster ausgerichtet sein, denn die anzugehenden Risiken und vor allem die Transsexuelle sind vielfältiger und komplexer.

Das Angebot im Bereich Genderdiversität von 4Be integriert alle relevanten Inhalte rund um das Thema. Dazu ist eine spezifische Fachkompetenz sucht, durch die ein Suchtproblem identifiziert werden kann, und die handlungsfähig macht. Dafür bietet sich ein Peer-Angebot an, das auf die ressourcenstärkende Beziehung zu einer Bezugsperson aus der Community setzt. Für die Suchtarbeit bedeutet dieser Ansatz allerdings Neuland, und die Suchtberatung verlässt die gewohnten Pfade.

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So müssen Kommunikationsmittel und -wege speziell auf diese Zielgruppen ausgerichtet werden. Hier spielen das Internet und die sozialen Medien eine besondere Rolle. Dabei entsteht ein Spannungsfeld zwischen Anforderungen des Datenschutzes und gruppenorientierter Kommunikation.

Auch in diesem Kontext bietet das Peer-Angebot Entwicklungsmöglichkeiten, da sich die Peers unmittelbar in der Community aufhalten. In der Transsexuelle unterstützen und beraten Menschen, die eigene seelische Krisen erfahren haben, nach einer Beratungsausbildung andere Betroffene. Es gibt nur wenige valide Zahlen zur Suchtmittelabhängigkeit genderdiverser Menschen.

Zahlen aus der Allgemeinbevölkerung zur Prävalenz von Suchtmittelabhängigkeit heranzuziehen, bildet den Minderheitenstress nicht hinreichend ab. Ergebnisse aus der Hamburger ENIGI-Studie zeigen, dass der Alkoholkonsum von trans Personen nicht als grundsätzlich auffällig oder klinisch relevant eingestuft werden kann. Im Wesentlichen dürften Menschen mit Suchtthematik eine entsprechende Beratung aufsuchen.

Das liegt vor allem an den Einmalberatungen, bei denen kein Fragebogenrücklauf erfolgen konnte. Die Verhaltenssüchte und vor allem nicht-suizidales selbstverletzendes Verhalten NSSV stehen an erster Stelle der Befunde in der Beratung. Die Zahlen bewegen sich damit in Richtung der Ergebnisse der ENIGI-Studie Köhler et al. Alle anderen Suchtformen spielen nur noch eine untergeordnete Rolle. Transsexuelle eine Suchtberatungsstelle ist ein Durchschnittsalter von 26,5 Jahren niedrig.

Sie stellen damit die jüngste Gruppe. Die kleinste Gruppe bilden Menschen, die sich nicht binär verorten. Die Bedeutung von Verhaltenssüchten steigt, seitdem wir diese spezielle Arbeit machen. Die Häufigkeit von Suizidversuchen ist in der Suchtberatung für genderdiverse Menschen eine besondere Herausforderung.

Bei trans Suchterkrankten zählen zu den häufigsten Belastungsfaktoren Diskriminierung und vor allem sexuelle Gewalt. Suizidprophylaxe gehört zu den Standardinterventionen in der Beratungsarbeit. Im Jahr starben in Deutschland 9. Sucht umfangreichste Studie zur Suizidalität bei Transsexuellen stammt aus den USA Herman et al. Diese Studie zeigt, dass die Prävalenz von Suizidgedanken sucht -versuchen bei trans Erwachsenen ifikant höher ist als in der US-amerikanischen Allgemeinbevölkerung.

So hatten die trans Erwachsenen bezogen auf die letzten zwölf Monate eine fast zwölfmal höhere Prävalenz von Suizidgedanken und eine etwa mal höhere Prävalenz von Suizidversuchen. Der Hauptrisikofaktor ist die kumulative Wirkung von Minderheitenstress. Selbstverletzendes Verhalten NSSV wurde als Forschungsdiagnose im DSM-5 American Psychological Association aufgenommen.

Die Forschungen sollen überprüfen, ob NSSV eine eigenständige psychische Störung oder ein transdiagnostisches Phänomen darstellt, welches mit vielen psychischen Störungen einhergehen kann. In der ICD ist das selbstverletzende Verhalten eines der Diagnosekriterien der emotional instabilen Persönlichkeitsstörung des Borderline-Typus. Zudem besteht die Möglichkeit, auf der 4.

Mit der derzeitigen Veröffentlichung der ICD ist die nichtsuizidale Selbstverletzung MB Die Arbeit im ersten Jahr in der Beratungsstelle hat gezeigt, dass in der Gruppe der Jungerwachsenen Zwänge in Form von selbstverletzendem Verhalten NSSV mit dem Störungsbild einer Verhaltenssucht häufig sind. NSSV steht mit Suizidalität und vermehrtem Alkohol- und Drogenkonsum im Sinne einer Symptomverschiebung im Zusammenhang In-Albon et al.

Dem wird in der weiteren Arbeit besondere Aufmerksamkeit zu widmen sein. Nicht-suizidales selbstverletzendes Verhalten NSSV wird im DSM-5 definiert als direkte, sich wiederholende, sozial nicht akzeptierte Zerstörung oder Veränderung des Körpergewebes ohne suizidale Absicht.

Die häufigsten Methoden sind Schneiden, Ritzen und Sich-selbst-Schlagen. Bei der Geburt weiblich einsortierte Jugendliche schneiden sich häufiger Cutting-Typeund bei der Geburt männlich einsortierte Jugendliche schlagen sich häufiger Hitting-Type In-Albon et al. NSSV wird häufig zur Selbst- und Emotionsregulation genutzt, z. NSSV tritt insbesondere bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen häufig auf.

Man kann sagen, dass NSSV neben Suizidalität und Sucht eine der wesentlichen begleitenden psychischen Störungen bei jugendlichen trans ist. Die beiden Lockdowns im Rahmen des Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite Corona-Pandemie von März bis Mai und seit Oktober führten zu vermehrten Aufnahmen im Vergleich zu den durchschnittlichen Aufnahmen.

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Die Krise hat dazu geführt, dass spürbar mehr Menschen sich Hilfe gesucht haben. Vor allem bei den unter Jährigen in der Beratung bei 4Be gab es Auswirkungen.

Die Bedürfnisse geschlechtsdiverser Kinder werden in der Pandemie kaum berücksichtigt. Viele sind durch die Kontaktbeschränkungen sehr belastet, sie fühlen sich einsam und haben wenig Struktur im Alltag. Kinder und Jugendliche verbringen während der Pandemie viel mehr Zeit zu Hause. Plötzlich spielen familiäre Konflikte im Kontext Transgeschlechtlichkeit eine viel wichtigere Rolle, weil das Thema zu Hause immer greifbar ist.

In Hamburg warten viele Kinder und Jugendliche vergeblich auf einen Therapieplatz, um ihre Transgeschlechtlichkeit zu behandeln.

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Kinder, die vor der Corona-Pandemie ihre Transgeschlechtlichkeit irgendwie im Griff transsexuelle haben glaubten — durch die Struktur im Alltag mit Schulbesuch, Hausaufgaben, Freunden und diversen Hobbies —, hatten bzw. Vor allem bei Jugendlichen, sucht in einem nicht supportiven Umfeld leben, in dem von den Eltern oder im Rahmen einer öffentlichen Betreuung nicht transsexuelle wird, dass Transgeschlechtlichkeit ernst zu nehmen ist und behandelt werden muss, eskaliert die Situation. Beratungsarbeit im Kontext von Transgeschlechtlichkeit und Komorbiditäten wie Sucht steht in mehreren Spannungsfeldern.

Die seit dem AWMFS. Das gilt insbesondere bei vorliegender aktueller psychotischer Symptomatik, Sonderformen der Dissoziativen Störung mit verschiedengeschlechtlichen Ego-States oder einer umfassenden Identitätsunsicherheit und bei einem akuten, klinisch relevanten Substanzmissbrauch vgl. Es ist immer wieder zu beobachten, dass vorhandene Komorbiditäten zum Anlass genommen werden, die transsexuellen Menschen in Behandlungen zu zwingen.

Die medizinisch notwendigen Modifikationen der körperlichen Geschlechtsmerkmale werden den Menschen verwehrt und damit die Chancen, sie irgendwie doch zu erreichen, ungünstig beeinflusst. Diagnostik ist vor allem durch die Vorgaben der MDS-Richtlinie an ein binäres Paradigma sucht Transgeschlechtlichkeit Mann zu Frau, Frau zu Mann gekoppelt.

Renner et al. Es gibt das Ideal eines Prozesses, an dessen Anfang ein komorbiditätsfreier transgeschlechtlicher Mensch steht, der am Ende den gesellschaftlichen Identitätsvorgaben des Zielgeschlechtes körperlich und seelisch soweit wie möglich entsprechen soll.

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